Volksbank Pforzheim verlängert Werbevertrag mit Silke Lippok

Silke Lippoks Lächeln ist unverkennbar. Rund ums VolksbankHaus ist sie allgegenwärtig. Ihr Konterfei schmückt Banner, Fahnen, Werbetafeln, Broschüren. Silke Lippok ist das Gesicht der Werbekampagne „Eins mit unseren Kunden“. Und nicht nur in Pforzheim kennt sie mittlerweile jeder.

Von ihrem außergewöhnlichen Talent, ihren großartigen Erfolgen schon als 16-Jährige sowie ihre offene Art war die Volksbank Pforzheim begeistert, die die Ausnahmeschwimmerin vor zwei Jahren unter Vertrag nahm. Dieser Tage hat das Kreditinstitut nun den auslaufenden Zwei-Jahresvertrag um weitere zwei Jahre bis zum 31.Dezember 2013 verlängert. „Wir sind sehr froh und stolz, dass wir den Vertrag mit Silke Lippok verlängern konnten“, sagt Ulf Lauche, Marketing-Chef der Volksbank, gegenüber der PZ. Die 18-jährige Schwimmerin sei ein perfekter Werbepartner. „Sie sie ist erfolgreich, sie kommt aus der Region und ist genauso sympathisch wie die Volksbank.“

Inhalte des Vertrags gelangen natürlich nicht an die Öffentlichkeit. Klar ist jedoch, dass durch die Erfolge der amtierenden Europameisterin (200 Meter Freistil, Kurzbahn) ihr Marktwert und damit auch die Konditionen des Vertrags gestiegen sind. „Die Qualität ist höher“, verrät Lippoks Berater Klaus Kärcher von der Sportagentur „Vitesse“ in Stuttgart-Fellbach. Der 53-Jährige hat unter anderem auch Turn-Star Fabian Hambüchen und die ehemalige Eisschnellläuferin Anni Friesinger-Postma zu medialen Superstars gemacht. Seit knapp zwei Jahren kümmert sich Kärcher nun um das Wohl von Silke Lippok. Erhält er viele Anfragen von Sponsoren, die Silke Lippok unter Vertrag nehmen wollen? „Es gibt immer Anfragen, vor allem im Olympiajahr“, sagt Kärcher. Insbesondere seien Partner der Olympischen Spiele, viele Sportfirmem, an dem Schwimmstar aus der Goldstadt interessiert. Doch Anfragen blockt Kärcher derzeit ab. „Silke hat momentan genug um die Ohren. Abi-Vorbereitung und Olympia-Training, das sind eine extreme Belastung. Da wären neue Sponsorentermine jetzt einfach zu viel. Wir wollen Silke ja nicht überfordern“, meint der Experte.

Drei Sponsoren sind momentan also genug: Von Ausrüster Adidas (Sechs-Jahres-Vertrag) und Volksbank Pforzheim (Zwei-Jahresvertrag) gibt es einen Zuschuss. Die AHG Pforzheim schenkte Silke Lippok zum 18. Geburtstag kürzlich einen schicken Mini Cooper. „Was will ein junges Sportlerherz mehr“, meint Klaus Kärcher.

Ist die Vermarktung von Schwimmern eigentlich schwierig? „Schwierig nicht, aber eingeschränkt“, entgegnet Kärcher. „Im Schwimmen gibt es eben wenig Möglichkeiten, die Werbung an den Mann zu bringen. Außer der Schwimmkappe sieht man im Wasser ja nicht viel.“ Ein weiteres Problem sei, dass der Schwimmweltverband (Fina) bei internationalen Wettkämpfen die Rechte der Athleten bezüglich der Werbung vorgebe. „Das ist im Fußball eben anders“, sagt Kärcher. Ein striktes Werbeverbot gilt außerdem bei den Olympischen Spielen.

Auf die Frage welchen Marktwert Silke Lippok derzeit hat, meint ihr Berater: „Zu wissen, wie hoch der Marktwert ist, baut nur Druck auf. Klar ist, dass sich mit jedem Erfolg der Marktwert steigert und Silke hat als 18-jährige super Voraussetzungen, etwas aufzubauen.“ Eine von Kärchers Aufgaben sei es, für die soziale Absicherung seiner Klientin zu sorgen. „Wenn Silke mit einem Studium anfangen will, sollte sie mit gutem Gewissen ihren Sport weiter betreiben können“, erklärt der 53-Jährige.

Silke Lippok macht sich darüber noch nicht allzu viele Gedanken. Im März steht erst einmal das Abi am Theodor-Heuss-Gymnasium an und kleine Werbetermine mit Autogrammstunde bei der Volksbank Pforzheim meistert sie gewohnt locker wie das zeitintensive Training im Fritz-Erler-Bad – mit einem Lächeln. Dominique Jahn

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