VfB Stuttgart im Pokal gegen FC Bayern: Zwei unter Druck
Dem FC Bayern droht das Aus im ersten von drei Titelrennen. Der VfB Stuttgart hat wahrscheinlich nur noch diese eine Chance auf das internationale Fußball-Geschäft. Als ob ein Südschlager im Viertelfinale des DFB-Pokals nicht schon brisant genug wäre, bekommt dieses Prestigeduell am heutigen Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF und Sky) in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena nun noch diese große zusätzliche Bedeutung. „Ich denke, dass meine Spieler wissen, in welcher Situation wir sind. Manchmal braucht man so ein Spiel, wo der Funke überspringt“, sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes.
Der erfahrene Coach weiß: Verliert seine Elf, wird das Krisengerede noch lauter. Schließlich haben sich schon in den vergangenen Tagen diverse Bayern-Größen zu Wort gemeldet – von Franz Beckenbauer („Dortmund ist der Titelfavorit“) bis Mario Basler („Robben muss raus“).
Für Bruno Labbadia ist es ebenfalls ein besonderer Tag: Der VfB- Trainer wird heute 46 Jahre alt. Und er wurde 1991 als Spieler von Heynckes zu den Bayern geholt. Seitdem kennt er den dortigen Erwartungsdruck. „Ich finde es interessant, wie schnell die Bayern angeblich in einer Krise stecken“, sagte er gestern mit einem Schmunzeln im Gesicht.
Labbadia und Heynckes sind in einer vergleichbaren Lage. Beide haben damit zu kämpfen, dass ihre Mannschaften vieles von ihrer Leichtigkeit aus dem vergangenen Herbst verloren haben. Dass beide Trainer noch nicht das richtige Mittel dagegen gefunden haben, zeigt allein, dass Heynckes zuletzt Toni Kroos von einer Position zur anderen geschoben und Labbadia mehrfach die taktische Grundordnung seines Teams verändert hat.
Zuletzt konnte der VfB beim 2:2 in Leverkusen einen kleinen Aufschwung feiern. Und doch bereiten den Schwaben zwei Dinge Sorgen: Gegen die Bayern hat er eine miserable Pokalbilanz. Von acht Duellen in diesem Wettbewerb gewannen die Stuttgarter nur eins. Außerdem ist seit der Nacht auf Montag sicher, dass Bayern-Star Arjen Robben in Stuttgart mitspielen kann: Da kam sein drittes Kind zur Welt. Sebastian Stiekel und Klaus Bergmann
Mögliche VfB-Aufstellung:
Ulreich – Boulahrouz, Tasci, Niedermeier, Molinaro – Kvist, Gentner – Harnik, Schieber – Cacau, Ibisevic
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