Stadionumbau: Stadt und CfR Hand in Hand

Das war ein guter Tag für den 1. CfR Pforzheim.“ Markus Geiser war erleichtert, als er am Mittwochabend den Großen Sitzungssaal im Ratssaalgebäude des Pforzheimer Rathauses verließ. Der CfR-Vorsitzende und seine Vorstandskollegen hatten vor dem Sportauschuss des Gemeinderates ihre Vorstellungen zum geplanten Stadion-Umbau dargestellt. Verwaltung und Sportausschuss mit Sportbürgermeisterin Monika Müller an der Spitze erläuterten die Sichtweise der Stadt „in einer entspannten Atmosphäre“, wie Müller berichtet. Angesichts der Dissonanzen im Vorfeld (die PZ berichtete) war das nicht selbstverständlich.

Doch beide Parteien haben sich offenbar zusammengerauft. Der Stadion-Umbau kommt, auch wenn noch einige Details zu klären sind. Die Stadt hat für das laufende Jahr 1,5 Millionen Euro im Haushalt bereitgestellt. Die restliche Million soll 2013 verbaut werden. Der Betrag von 2,5 Millionen Euro kommt aus dem Verkauf des Stadions Holzhof von der Stadt an die Stadtwerke Pforzheim (SWP). Der CfR muss mit den 2,5 Millionen Euro auskommen. Die Stadt zahlt keinen Cent mehr, das steht fest. Wenn der Gemeinderat der Empfehlung des Sportausschusses folgt, wird der Vertrag mit dem CfR über den Umbau bei der nächsten Sitzung im März abgesegnet. Dann werden die fälligen Arbeiten ausgeschrieben.

Geht es nach dem Willen des CfR, fungiert der Fusionsverein als Bauherr. Will man die Zuschüsse vom Badischen Sportbund (BSB) generieren, muss der Verein auch Bauherr sein. Dazu müsste er aber nach den BSB-Statuten rund 300 000 Euro an Eigenmitteln aufbringen. Die hat der hoch verschuldete CfR allerdings nicht. Den städtischen Zuschuss für den Stadion-Umbau als Eigenmittel auszuweisen geht nicht, so die Auskunft, die Bürgermeisterin Monika Müller gestern vom BSB erhielt. „Wir müssen jetzt noch einmal mit dem Verein reden“, so Müller. Gut möglich also, dass man auf den Zuschuss (rund 250 000 Euro für die drei Plätze und die Umkleiden) verzichten muss. In diesem Falle müsste die Gesamtmaßnahme an einigen Punkten abgespeckt werden. Bauherr wäre die Stadt. CfR-Vorstandsvorsitzender Markus Geiser hofft, dass es nicht soweit kommt und mit Stadt und BSB noch eine Einigung über die Ausweisung der erforderlichen Eigenmittel erzielt werden kann. Ob mit oder ohne BSB-Zuschuss: Begonnen werden soll die Baumaßnahme im Brötzinger Tal mit der Umwandlung von Platz zwei und drei zu Kunstrasenplätzen. Diese Arbeiten könnten, wenn alles glatt läuft, noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Im kommenden Jahr wären dann Platz eins (Stadion), das Clubhaus, die Tribüne und die Umkleiden an der Reihe.

Für den CfR ist der Umbau lebenswichtig, wie Markus Geiser betont. Die Finanzierung von zwei Sportstätten sei auf Dauer nicht machbar. Neue Sponsoren könne man nur in einem neuen, ansprechenden Umfeld gewinnen. Martin Mildenberger

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