SG Pforzheim/Eutingen im Spitzenspiel gegen Kronau/Östringen gefordert
Groß war der Jubel am Samstagabend bei den Handballern der SG Pforzheim/Eutingen nicht nur wegen des 28:25-Sieges im Derby gegen die TGS Pforzheim. Als nach dem Abpfiff die Niederlage des VfL Pfullingen in Oftersheim/Schwetzingen und die Punkteteilung der SG Kronau/Östringen in Altensteig bekannt wurde war klar, dass die Mannen von Trainer Wilfried Job doch noch eine geringe Chance erhalten, den zum Aufstieg in die 3. Liga berechtigenden zweiten Tabellenplatz zu erobern. Dies bedeutet aber, dass Manuel Mönch und seine Mitstreiter künftig selbst keinen Zähler mehr abgeben dürfen und zudem noch Schützenhilfe anderer BW-Oberliga-Clubs erforderlich wird.
Wie schwierig das Unterfangen ist, zeigt der Spielplan, auf dem noch die Rückspiele gegen alle drei Mannschaften stehen, die sich Hoffnungen auf den Aufstieg machen dürfen und gegen die man sich in der Vorrunde ausnahmslos Niederlagen eingehandelt hat. Das erste „Spiel der Wahrheit“ wird bereits am heutigen Mittwoch, um 20.15 Uhr, in der Östringer Stadthalle bei der SG Kronau/Östringen angepfiffen.
Die „Krösties“ nehmen derzeit mit sieben Minuspunkten belastet den heiß begehrten zweiten Tabellenplatz selbst ein. Dies sind vier weniger, als die elf „Miese“ aufweisenden Pforzheimer. Im Vorspiel auf dem Buckenberg hat man sich mit der Perspektivmannschaft der Rhein-Neckar-Löwen, noch unter dem Eindruck des Rücktritts von Trainer Marc Nagel, ein Duell auf Biegen und Brechen geliefert, nach dem man dann nach 28:29-Toren mit leeren Händen dastand.
Heute Abend gilt es also zum zweiten Mal binnen vier Tagen, einen Spielverlust aus der Vorrunde zu reparieren. Wie schwer dies aber wird, zeigt schon die lupenreine 20:0-Heimbilanz des Gegners auf. Den Großteil der Kronauer Spieler kennen die SG-Akteure aus den Vergleichen in der Jugend. Die meisten Aktiven im Kronauer Trikot sind noch im Teenie-Alter oder gerade zwanzig Jahre alt, geführt von Oldtimer Andre Bechtold, der den Vorzeigeclub aus dem Kraichgau auf dem Erfolgsweg von der Badenliga in die Bundesliga begleitete.
Wenn die SG den Funken Hoffnung am glimmen halten will, muss man aber gegenüber dem Auftritt am Samstagabend eine Schippe drauflegen. Dies gilt sowohl für die Abwehr, bei der man die letzte Aggressivität vermisste, als auch für das Durchsetzungsvermögen des Angriffs, in dem Manuel Mönch erst als die Felle davonzuschwimmen drohten, gegen Ende des Spiels dort hinging, wo man sich die blauen Flecken einhandelt. Eine stärkere Leistung muss auch Keeper Peter Pcola zeigen, der vor allem in der zweiten Spielhälfte bei einigen Treffern nicht gut aussah. Dieter Glauner
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