Uhlandbau fällt als Ersatz für den Mühlehof aus
Die Wunschvorstellung einiger Mühlacker Bürger und wohl noch immer auch einiger Stadträte ist nach der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wahrscheinlich endgültig vom Tisch. Wie Günter Bächle, der Fraktionsvorsitzende der CDU, unmissverständlich betonte, fällt der Uhlandbau als Ersatzveranstaltungsort für gewisse Großereignisse nämlich definitiv aus, sollte der Mühlehof abgerissen werden.
„Wir haben in einer Klausurtagung bereits vor drei Jahren die Entscheidung getroffen, den Uhlandbau künftig hauptsächlich als Mensa zu betreiben. Demzufolge ist das Gebäude vor einigen Monaten auch entsprechend saniert worden“, erklärt Bächle. Selbstverständlich könnten kleinere Veranstaltungen nach wie vor auch weiterhin in dem über 90 Jahre alten Bau stattfinden. Aber für Ereignisse wie das traditionelle Konzert der Gottlob-Frick-Gesellschaft oder auch den Mühlacker ADAC-Ball sei der Uhlandbau eben definitiv nicht geeignet, erklärt Bächle.
Platz reicht nicht aus
Thomas Knapp, der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion und Mitorganisator des ADAC-Balls, sieht dies ähnlich: „Unter der Woche geht sowieso nichts, da in dieser Zeit der Mensabetrieb für die Schillerschule läuft, und für große Veranstaltungen am Wochenende reicht der Platz ganz einfach nicht aus“, so Knapp.
Oberbürgermeister Frank Schneider gibt Bächle allem voran in dem Punkt recht, dass einmal getroffene Entscheidungen – wie in diesem Fall der Ausbau des Uhlandbaus zur hauptsächlichen Mensanutzung – eben auch Konsequenzen hätten, mit denen die Verantwortlichen dann leben müssten.
Für Stadtrat Bächle bedeutet dies konkret, dass die Stadt um eine Reduzierung ihres kulturellen Programms in der Zeit nach dem Abriss des Mühlehof und bevor beispielsweise eine Kulturhalle steht, nicht herum kommt. „Was mich viel mehr stört, ist dieses ständige Diskutieren im Gemeinderat über längst feststehende Tatsachen. Wenn man immer wieder bei Adam und Eva anfängt, kommt man nie voran“, so Bächle.
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