Schmuckmuseum-Einbruch: BKA eingeschaltet

Pforzheim. Für die Spurensicherung nicht verwertbar sind zwei alte, dreckverkrustete Metallrohre vor dem Gittertor des Schmuckmuseums, mit denen Unbekannte am Samstag gegen 21.30 die Eisenstäbe leicht auseinander bogen, damit zumindest einer der Diebe – klein und wendig – ins Innere gelangen konnte, um dort wiederum einen Vorschlaghammer einzusetzen.

Dabei ging die Alarmanlage los – was den Täter nicht daran hinderte, kurz noch Schmuck, Uhren und ein Fabergé-Ei, gefertigt von der Manufaktur Victor Mayer und aus Dauerleihgabe im Museum befindlich, einzustecken. Der Wert des Diebesgutes liegt bei über 10000 Euro. Polizeisprecher Frank Otruba schüttelt den Kopf: „Ein Fabergé-Ei kauft denen doch keiner ab.“

Die Art und Weise des Aufbruchs wurde in letzter Zeit in Pforzheim nicht registriert. Aber vielleicht anderswo? Deshalb hat die Pforzheimer Polizei über das Bundeskriminalamt (BKA) eine bundesweite Anfrage bei den Kollegen gestartet. Es war der erste Einbruch ins Schmuckmuseum in 50 Jahren. Seit November gab es in Pforzheim 81 Einbrüche in Firmen, 20 Einbrüche in Gaststätten und 31 Einbrüche in Häuser und Wohnungen.

zurück
szmtag