Notlage vorgetäuscht: Betrugsversuch durch Trojaner

Pforzheim. Täuschend echt sah die Mail-Adresse aus, unter der eine angebliche Bekannte einen ehemaligen Pforzheimer Unternehmer um eine Überweisung von 1350 Euro nach Madrid bat, weil sie in einer Notlage sei. Der Mann wurde bei der Nennung einer Transfer-Bank misstrauisch. Zu Recht: Ein Unbekannter hatte sich mittels eines Trojaners in den regulären Mail-Verkehr geschlichen. Der Betrugsversuch scheiterte.

„Solche und ähnliche Vorgehensweisen sind leider nicht selten. Immer wieder treffen wir auf solche Betrugsversuche – oder auch vollendete Betrugstaten dieser Art“, sagt der Leitende Oberstaatsanwalt Christoph Reichert auf PZ-Anfrage. In den allermeisten Fällen gelinge es den Tätern, die Spur des Geldes zu verwischen – und damit auch jegliche Möglichkeit, ihnen auf die Schliche zu kommen. Meist verliere sich die Spur irgendwo in Osteuropa. Mit dem Ende der Vorratsdatenspeicherung sei es auch aussichtslos, im Nachhinein noch herauszufinden, von welchem Computer aus die E-Mail geschrieben worden sei. ol

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