Konrad-Adenauer-Sporthalle: Sanierung erst im Sommer
Pforzheim. Wer sportlich an der Konrad-Adenauer-Schule unterwegs ist, dem droht derzeit eine Rutschpartie. An verschiedenen Stellen tropft es – je nach Wetterlage – auf den Boden der Sporthalle. Eine echte Gefahr, nicht nur für die Schüler der Realschule, sondern auch für viele Vereinssportler, findet Wolfgang Lipps, sportlicher Leiter der SG Pforzheim/Eutingen. Wegen des maroden Dachs und akuter Verletzungsgefahr wurde am Samstagabend sogar ein Handballspiel seiner Mannschaft abgebrochen.
Den Verantwortlichen der Stadt Pforzheim sei das Problem schon länger bekannt. Behoben werden könnten die Mängel, auch wegen der benötigten Gerüste an der Innenseite, allerdings erst in den Sommerferien, weiß Gerhard Biehmelt, Leiter des städtischen Gebäudemanagements. So solle einerseits gewährleistet werden, dass an der Konrad-Adenauer-Schule kein Sportunterricht ausfallen muss. Andererseits benötige man für eine Komplettsanierung etwa vier bis fünf Wochen – und besseres Wetter. Die Kosten dafür lägen bei mehr als 100.000 Euro.
Die Handballer der SG Pforzheim/Eutingen sind natürlich nicht begeistert darüber, dass das Hallendach erst im Sommer saniert werden soll. „Da herrscht akute Verletzungsgefahr. Im Training haben wir schon einen Eimer oder ein großes Handtuch an entsprechender Stelle platziert. Im Spiel geht das nicht“, sagt Wolfgang Lipps. Er verstehe natürlich, dass eine Komplettsanierung erst im Sommer möglich sei, habe aber nicht den Eindruck, dass seitens der Stadt eine optimale Zwischenlösung gefunden wurde. „Es tropft ja immer wieder an der gleichen Stelle durchs Dach.“ Vielleicht könne man einen Eimer an der Decke aufhängen, so Lipps.
„Es ist nicht so, dass wir noch nichts dagegen unternommen hätten. Wir waren schon oft auf dem Dach und haben punktuelle Schadensbegrenzung betrieben, damit Schul- und Vereinssport stattfinden können. Wir verstehen den Ärger der SG-Handballer, hoffen aber auf Verständnis“, erklärt Biehmelt. Grund für das stetige Tropfen durchs Dach sei die nicht optimale Dimensionierung der Wasserabläufe beim Bau der Halle vor 40 Jahren. Das Wetter der vergangenen Wochen und Tage habe außerdem seinen Teil dazu beigetragen: „Erst Schnee und Dauerfrost, dann Tauwetter. Die Wasserabläufe des Flachdachs sind total verstopft. Leider tropft es dann durchs Dach.“
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