Honigschlecker Weiler präsentieren sich zum 30. Geburtstag in Bestform
Fantastische Stimmung im Saal und fröhliche Faschingslaune herrschte bei beiden ausverkauften Prunksitzungen der Honigschlecker Weiler, die zum 30. Geburtstag mit über 100 Akteuren aus der kleinen Gemeinde Weiler alle Register närrischer Unterhaltung zogen. Bei der Prunksitzung wurden viele bunte Feuerwerke der närrischen Unterhaltung gezündet und der Funke sprang sofort auf die Gäste über.
Musik machte zum ersten Mal bei den Honigschleckern die Band „Mother’s Little Helper.“ Als richtige Stimmungskanonen sangen Stephanie Kulmus und Conny Bains mit dem freudig mitsingenden Publikum. Auch Dieter Krautter reihte sich als Solist in die Sangesschar ein und im Saal stiegen die Narren auf Tische und Stühle, klatschten und schunkelten, dass die Halle wackelte.
Da bleibt kein Auge trocken
Mit fantastischem Gardetanz begeisterten die Blau-Weis-Funken, die Rot-Weiß-Funken in neuen Kostümen und die Honigschleckerle. Auch mit Showtänzen konnten die Gardemädchen und die Zottelbockhexen punkten. Die Honigschlecker tanzten Lasso-schwingend als Cowboys, die Blau-Weiß-Funken mit Multikulti wurden zu feschen Matrosen und die Rot-Weiß-Funken in schwarzen sexy Kostümen tanzten einen erotischen Tanz. Die Tanzmaus alias Christoph Stirl führte vor, worauf es beim Ballett ankommt.
Kein Auge blieb trocken, als das Männerballett in Tütüs den „Schwanensee“ tanzte. Die TSV-Cowboys ritten durch die weite Wüste und beklagten den Liebesentzug. Die verrückten Hühner, mannsgroße Handpuppen, tanzten im Schwarzlicht und begeisterten das närrische Volk. Über verblichene Schönheit und Wunderdiäten tauschten Sigi Möck und Chris Strengfeld nicht gerade Schmeicheleien aus. Witwenalarm gaben Liane Bossert und Anette Koch bei ihren Plaudereien. Mit Männern haben sie kein Glück. Einer ging sogar verloren, als die neue Schrankwand die Esszimmertür verstellte. Erst Jahre später, als das gute Möbelstück zusammenbrach, entdeckte sie ihr Esszimmer wieder – und den verschollenen Ehemann.
Tolle Rechenkünstler sind die sieben Damen, die 28 Eier unter sich aufteilen wollten. Nach ihrer Rechnung bekommt jede 13 Eier. Die Gegenprobe beim Multiplizieren stimmte auch. Sogar beim Addieren stimmte die Summe. Nur beim Austeilen stimmte es dann nicht mehr. Kurzerhand warfen sie die Eier ins Publikum. Was sie im vergangenen Jahr im Dorf erlebt haben, besangen die vier Trauerweiber als Moritat. Gesang ganz anderer Art präsentierten die „Kleinen Männer“, die nur aus den Mundpartien der kopfüber liegenden Herren und einem kleinen Anzug bestand. Das Publikum kugelte sich vor lachen. Auch bei den fünf Männern „Weiler Spaß will“: Sie legten als Kopf-Füßler eine kesse Sohle zu fetziger Musik auf die Tische. Stimmungslieder zum Mitsingen sangen Stephanie Kulmus und Conny Bains zum Abschluss des gut vierstündigen Programms, das mit einer Polonaise in die Tanznacht überging.
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